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Im zehnten Jahr ihres Bestehens fand die Leipziger Pop Up in diesem Jahr erstmalig ohne die dazugehörige Messe statt. Live gab es mit dem Konzert von Animal Collecive im UT Connewitz einen Höhepunkt.

Es deutete sich bereits in den Vorjahren an: nachdem die Anzahl der ausstellenden Labels zuletzt abnahm und sich in der Organisation und Struktur bereits Veränderungen anbahnten, fand die diesjährige Pop Up gänzlich ohne die Messe statt. Leipzigs Independent-Musikmesse beschränkte sich aufgrund mangelnden Interesses seitens der Labels lediglich auf Podiumsdiskussionen und das Konzertprogramm. Einer der Höhepunkte im Liveprogramm waren Animal Collective, die kurzfristig für die Pop Up ihre Europa-Tour um ein Konzert im UT Connewitz ergänzten.

Eingeleitet wurde der Abend mit der Support-Band Teengirl Fantasy, zwei Jungspunden aus Ohio, die mit ihrer sphärisch und gleichzeitig verspielten elektronischen Musik auf ihrem Debutalbum 2010 für Aufsehen sorgten. Ihr Sound ist von House-Rhythmen und verwaschenen Synthesizer-Klangteppichen geprägt. Zusammen mit den eingängigen Vocal-Samples, die an Soul-, Disco- und House-Stücken der Siebziger und Achtziger Jahre erinnern, erzeugen sie eine hypnotisch-warme Stimmung. Dennoch kommt der Groove in ihrer Live-Darbietung nicht zu kurz und die ravigen Synthesizer-Riffs luden ein zunächst verhaltenes Publikum zum Tanzen ein. Bereits länger aktiv und mit ihren letzten Alben auch in europäischen Hipsterkreisen sehr angesagt ist die New Yorker Band Animal Collective. Charakteristisch ist ihre Kombination aus psychedelischem Folk, verschrobener Elektronik und dem an die Beach Boys erinnernden Gesang von Noah Lennox. Diesen unverkennbaren Sound erweiterten sie auf ihrem letzten Album „Merriweather Post Pavilion“ um eine gehörige Portion Electropop. Dem Leipziger Publikum präsentierten sie einen Auszug ihres bisherigen Schaffens, dem zwischen flächigem Gitarrenlärms und Percussion-lastigen Ruhephasen stets ein großer Pop-Pathos eigen ist.

Für das Konzertprogramm, das sowohl Newcomern als auch etablierteren Indie-Bands einen Platz bietet, bleibt die Pop Up weiterhin ein Garant. Unklar ist allerdings die zukünftige Entwicklung der Messe, die sich einem stärker auf das Internet verlagernden Musikvertrieb anpassen muss.

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